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Amerikanische Präsidenten: Alle US-Präsidenten von Washington bis heute

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Die kurze Antwort

Stand Oktober 2026 hatten die USA 47 Präsidentschaften, aber nur 45 Präsidenten: Grover Cleveland (22. und 24.) und Donald Trump (45. und 47.) werden doppelt gezählt, weil ihre Amtszeiten nicht aufeinander folgten. Erster Präsident war George Washington ab 1789, amtierender Präsident ist Donald Trump seit dem 20. Januar 2025.

Cartoon des Weißen Hauses in Washington mit einem leeren Rednerpult auf dem Rasen und bunten Wimpelketten am Himmel

Die USA hatten bisher 47 Präsidentschaften, aber nur 45 Präsidenten. Das klingt nach Rechenfehler, ist aber offizielle Zählweise: Zwei Männer kamen nach einer Pause zurück und bekamen eine zweite Nummer. Grover Cleveland ist deshalb der 22. und 24. Präsident, Donald Trump der 45. und 47.

Unten steht die vollständige Liste der amerikanischen Präsidenten mit Nummer, Amtszeit und Partei. Danach folgen sieben prägende Präsidenten, Rekorde und die Frage, wer überhaupt kandidieren darf.

Liste aller US-Präsidenten (Stand: Oktober 2026)

Die Nummerierung folgt dem Weißen Haus und dem Miller Center der University of Virginia. Die Parteinamen der Frühzeit sind nicht identisch mit den heutigen Parteien: Die „Demokratisch-Republikanischen“ um Jefferson sind Vorläufer der heutigen Demokraten, die Republikanische Partei entstand erst 1854.

Nr. Präsident Amtszeit Partei
1 George Washington 1789–1797 parteilos
2 John Adams 1797–1801 Föderalist
3 Thomas Jefferson 1801–1809 Demokratisch-Republikanisch
4 James Madison 1809–1817 Demokratisch-Republikanisch
5 James Monroe 1817–1825 Demokratisch-Republikanisch
6 John Quincy Adams 1825–1829 Demokratisch-Republikanisch
7 Andrew Jackson 1829–1837 Demokrat
8 Martin Van Buren 1837–1841 Demokrat
9 William Henry Harrison 1841 Whig
10 John Tyler 1841–1845 Whig, später parteilos
11 James K. Polk 1845–1849 Demokrat
12 Zachary Taylor 1849–1850 Whig
13 Millard Fillmore 1850–1853 Whig
14 Franklin Pierce 1853–1857 Demokrat
15 James Buchanan 1857–1861 Demokrat
16 Abraham Lincoln 1861–1865 Republikaner
17 Andrew Johnson 1865–1869 Demokrat (National Union)
18 Ulysses S. Grant 1869–1877 Republikaner
19 Rutherford B. Hayes 1877–1881 Republikaner
20 James A. Garfield 1881 Republikaner
21 Chester A. Arthur 1881–1885 Republikaner
22 Grover Cleveland 1885–1889 Demokrat
23 Benjamin Harrison 1889–1893 Republikaner
24 Grover Cleveland 1893–1897 Demokrat
25 William McKinley 1897–1901 Republikaner
26 Theodore Roosevelt 1901–1909 Republikaner
27 William Howard Taft 1909–1913 Republikaner
28 Woodrow Wilson 1913–1921 Demokrat
29 Warren G. Harding 1921–1923 Republikaner
30 Calvin Coolidge 1923–1929 Republikaner
31 Herbert Hoover 1929–1933 Republikaner
32 Franklin D. Roosevelt 1933–1945 Demokrat
33 Harry S. Truman 1945–1953 Demokrat
34 Dwight D. Eisenhower 1953–1961 Republikaner
35 John F. Kennedy 1961–1963 Demokrat
36 Lyndon B. Johnson 1963–1969 Demokrat
37 Richard Nixon 1969–1974 Republikaner
38 Gerald Ford 1974–1977 Republikaner
39 Jimmy Carter 1977–1981 Demokrat
40 Ronald Reagan 1981–1989 Republikaner
41 George H. W. Bush 1989–1993 Republikaner
42 Bill Clinton 1993–2001 Demokrat
43 George W. Bush 2001–2009 Republikaner
44 Barack Obama 2009–2017 Demokrat
45 Donald Trump 2017–2021 Republikaner
46 Joe Biden 2021–2025 Demokrat
47 Donald Trump seit 2025 Republikaner

Aktueller Präsident der Vereinigten Staaten ist damit Donald Trump, im Amt seit dem 20. Januar 2025. Seine Amtszeit läuft regulär bis Januar 2029.

7 amerikanische Präsidenten, die das Amt geprägt haben

Eine Rangliste der „besten“ Präsidenten wäre Geschmackssache. Diese Auswahl fragt nüchterner: Wessen Entscheidungen wirken bis heute nach?

1. George Washington (1789–1797)

Der erste Präsident hatte keine Vorbilder, also wurde fast alles, was er tat, zur Regel. Er bildete ein Kabinett, ließ sich mit „Mr. President“ anreden und hörte nach zwei Amtszeiten freiwillig auf. Diese Zwei-Amtszeiten-Tradition hielt rund 150 Jahre, ohne dass sie irgendwo aufgeschrieben war.

2. Thomas Jefferson (1801–1809)

Jefferson kaufte 1803 Frankreich das Louisiana-Territorium ab und verdoppelte damit ungefähr die Fläche des Landes. Er selbst zweifelte, ob die Verfassung dem Präsidenten so einen Kauf überhaupt erlaubt, und schloss ihn dennoch ab.

3. Abraham Lincoln (1861–1865)

Lincoln führte die Union durch den Bürgerkrieg. 1863 erklärte er mit der Emanzipationsproklamation die Sklaven in den abgespaltenen Staaten für frei, der 13. Verfassungszusatz schaffte die Sklaverei 1865 landesweit ab.

4. Theodore Roosevelt (1901–1909)

Nach dem Attentat auf William McKinley wurde Roosevelt mit 42 Jahren Präsident, so jung wie niemand vor oder nach ihm. Er ging gegen Großkonzerne vor und stellte riesige Flächen als Nationalwälder unter Schutz.

5. Franklin D. Roosevelt (1933–1945)

FDR regierte zwölf Jahre, länger als jeder andere US-Präsident. Mit dem New Deal reagierte er auf die Weltwirtschaftskrise, ab 1941 führte er das Land im Zweiten Weltkrieg. Weil er viermal gewählt wurde, begrenzte der Kongress danach die Zahl der Amtszeiten (mehr dazu unten).

6. Lyndon B. Johnson (1963–1969)

Johnson übernahm nach dem Attentat auf John F. Kennedy. In seine Amtszeit fallen der Civil Rights Act von 1964, der Voting Rights Act von 1965 und die Einführung von Medicare. Gleichzeitig weitete er den Vietnamkrieg deutlich aus. Der Krieg wurde im eigenen Land immer unpopulärer, und 1968 verzichtete Johnson auf eine erneute Kandidatur.

7. Ronald Reagan (1981–1989)

Reagan senkte die Einkommensteuer deutlich, rüstete auf und verhandelte dann mit Michail Gorbatschow. Der INF-Vertrag von 1987 schaffte erstmals eine ganze Klasse atomarer Mittelstreckenraketen ab. Anhänger sehen in ihm den Präsidenten, der den Kalten Krieg beendete, Kritiker verweisen auf die stark gestiegene Staatsverschuldung.

Cartoon-Illustration eines Schreibtischs im Oval Office mit Füllfederhalter, Stapel unterschriebener Gesetze und einem Globus, ohne Personen
Am Schreibtisch im Oval Office unterschreiben US-Präsidenten Gesetze, die der Kongress beschlossen hat.

Rekorde: jüngster, ältester, kürzeste Amtszeit

Ein paar Zahlen, die in jedem Quiz auftauchen:

  • Jüngster Präsident: Theodore Roosevelt, 42 Jahre alt bei Amtsantritt 1901. Der jüngste *gewählte* Präsident war John F. Kennedy mit 43.
  • Ältester US-Präsident bei Amtsantritt: Donald Trump, bei seiner zweiten Vereidigung am 20. Januar 2025 78 Jahre alt. Joe Biden war 2021 ebenfalls 78, aber einige Monate jünger.
  • Kürzeste Amtszeit: William Henry Harrison, vom 4. März bis 4. April 1841. Er starb nach gut einem Monat an einer Krankheit.
  • Längste Amtszeit: Franklin D. Roosevelt, gut zwölf Jahre (1933–1945).
  • Einziger Rücktritt: Richard Nixon trat 1974 während der Watergate-Affäre zurück, bevor das Repräsentantenhaus über ein Amtsenthebungsverfahren abstimmen konnte.

Acht Präsidenten starben im Amt. Vier wurden ermordet, vier starben an Krankheiten:

  1. William Henry Harrison (1841, Krankheit)
  2. Zachary Taylor (1850, Krankheit)
  3. Abraham Lincoln (1865, ermordet)
  4. James A. Garfield (1881, ermordet)
  5. William McKinley (1901, ermordet)
  6. Warren G. Harding (1923, Krankheit)
  7. Franklin D. Roosevelt (1945, Krankheit)
  8. John F. Kennedy (1963, ermordet)

Jedes Mal rückte der Vizepräsident nach. Seit 1967 regelt das der 25. Verfassungszusatz ausdrücklich.

Infografik zu amerikanischen Präsidenten: sechs Karten mit erstem, jüngstem und ältestem Präsidenten, kürzester und längster Amtszeit sowie den Doppelnummern von Cleveland und Trump
47 Amtszeiten, 45 Präsidenten: die wichtigsten Rekorde auf einen Blick.

Wie wird man US-Präsident?

Die Hürden in der Verfassung sind erstaunlich niedrig. Artikel II, Abschnitt 1 verlangt genau drei Dinge, nachzulesen im Verfassungstext beim US-Nationalarchiv:

  1. Du musst gebürtige US-Staatsbürgerin oder gebürtiger US-Staatsbürger sein („natural born Citizen“).
  2. Du musst mindestens 35 Jahre alt sein.
  3. Du musst seit mindestens 14 Jahren in den Vereinigten Staaten wohnen.

Studium, politische Erfahrung oder ein Höchstalter? Verlangt die Verfassung nicht, ein Bewerbungsfoto auch nicht. Die eigentliche Hürde ist die Wahl: erst die Vorwahlen der Parteien, dann die Wahl über das Electoral College. Wie die Wahlleute den Sieger bestimmen, erklärt unser Beitrag zum Electoral College (auf Englisch); den Gesamtablauf findest du im Überblick zum US-Wahlsystem.

Dazu kommt eine Grenze nach oben. Seit dem 22. Verfassungszusatz von 1951 darf niemand öfter als zweimal zum Präsidenten gewählt werden. Hintergründe stehen in unserem Artikel zur Amtszeitbegrenzung des Präsidenten.

Häufige Fragen zu den US-Präsidenten

Wie viele US-Präsidenten gab es bisher?

Stand Oktober 2026 gab es 47 Präsidentschaften und 45 verschiedene Präsidenten. Grover Cleveland und Donald Trump zählen doppelt, weil sie zwei nicht aufeinanderfolgende Amtszeiten hatten.

Warum ist Trump der 45. und 47. Präsident?

Er regierte von 2017 bis 2021, verlor 2020 gegen Joe Biden und gewann 2024. Nach einer Unterbrechung gibt es eine neue Nummer, wie schon bei Grover Cleveland.

Wie oft darf man US-Präsident werden?

Gewählt werden darf man höchstens zweimal. Wer als Vizepräsident mehr als zwei Jahre einer fremden Amtszeit übernimmt, darf danach nur noch einmal gewählt werden. Insgesamt sind so maximal zehn Jahre im Amt möglich.

Quellen

  1. Miller Center (University of Virginia): U.S. Presidents
  2. The White House: Donald J. Trump, 45th & 47th President of the United States
  3. National Archives: The Constitution of the United States, A Transcription
  4. National Archives: The Constitution, Amendments 11-27